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Stress und Erschöpfung Paroli bieten

Stress und Erschöpfung Paroli bieten

Starke Anforderungen im Beruf und hohe Erwartungen in der Familie fordern ihren Tribut: Immer mehr Menschen fühlen sich matt und ausgelaugt. Doch das muss nicht so bleiben. Im Experteninterview erklärt Dr. med. Klaus Tiedemann, Allgemeinmediziner aus Moosburg an der Isar, wie man Stress und Erschöpfung Paroli bieten kann, um sich künftig leistungsstark statt ausgepowert zu fühlen.

 

Stress sollte eigentlich nur etwas Vorübergehendes sein. Doch eine hohe Belastung in Beruf und Familie gehört für viele Menschen zum Alltag. Wie reagiert der Körper eigentlich darauf, wenn Belastungssituationen immer wieder auftreten?

Dr. med. Klaus Tiedemann,

Dr. med. Klaus Tiedemann, Allgemeinmediziner aus Moosburg an der Isar. (Foto: djd/Dr. Klaus Tiedemann, privat)

Dr. Tiedemann: Unsere Psyche ist nicht dafür konzipiert, lang dauernde Belastungen wie Stress auszuhalten. Das psychische Erschöpfungssyndrom mit Schlafstörungen, Zukunftsängsten und depressiven Episoden sind nur drei der möglichen Folgen. Und Stress wirkt lebensverkürzend.

 

Was der eine locker schafft, ist dem anderen schon zu viel. Gibt es objektive Kriterien, um eine Stressbelastung zu ermitteln oder ist die subjektive Wahrnehmung entscheidend?

Dr. Tiedemann: Die Belastung, die von außen kommt, lässt sich kaum beeinflussen. Wie man damit umgeht und wie sehr man sich davon „auffressen“ lässt, ist der entscheidende Punkt. Die Belastbarkeit ist individuell sehr unterschiedlich und auch von der Tagesform abhängig. Objektive Messwerte für die Stressresistenz sind rar.

 

Ausdauersport wird häufig als wichtiger Stressausgleich empfohlen. Doch gerade wenn die Zeit knapp ist, greifen manche lieber zum Buch als zu den Joggingschuhen. Welche Vorteile bietet körperliche Aktivität gegenüber entspannender Lektüre?

Dr. Tiedemann: Es ist noch schlimmer: Die meisten setzen sich zum Entspannen vor den Fernseher. Das ist aber gar kein Stressausgleich. Beim Lesen läuft der Film im Kopf ab, das ist schon besser. Doch erst Bewegung ist optimal. Denn durch Sport lassen sich Stresshormone wie etwa das Cortisol viel besser abbauen.

 

Was ist der richtige Sport für alle, die ständig unter Dampf stehen? Lässt sich beim Golfen, Motorradfahren oder Rennradeln am besten abschalten?

Dr. Tiedemann: Golf macht den Kopf frei, man konzentriert sich voll auf den Ball und kann alles andere ausblenden. Ausdauersportarten wie Radfahren, Laufen, Walking, Schwimmen, Inlineskaten und dergleichen wirken jedoch am besten – wenn sie über mindestens 40 Minuten betrieben werden. Sport im Freien bringt zudem noch die positiven Effekte des Sonnenlichts mit sich, das die Vitamin-D-Bildung in der Haut stimuliert und zur Immunstärkung beiträgt.

 

Yoga, Achtsamkeitstraining und Meditation – sind diese Techniken für den Stressabbau wirklich so effektiv, wie immer behauptet wird? Was geschieht dabei im Körper?

Dr. Tiedemann: Yoga, autogenes Training und Meditation sind Techniken, durch Konzentration alles andere auszublenden. Man kann dabei auch die Herz- und Atemfrequenz und die Darmtätigkeit beeinflussen. Ich kann es nur empfehlen, vor allem, da es jederzeit einsetzbar ist, beispielsweise vor einem stressigen Meeting.

 

In Schule, Studium und auch Beruf greifen vor allem jüngere Menschen immer häufiger zu Aufputschmitteln, um ihr Pensum zu schaffen. Welche Risiken sind damit verbunden?

Dr. Tiedemann: Das Hauptproblem ist die sich daraus entwickelnde Abhängigkeit. „Ohne Pillen kann ich nichts!“ Zudem bringt kein Aufputschmittel dem Körper neue Energie, es werden die Reserven nur noch mehr ausgebeutet.

 

Manchmal braucht man einen neuen Energieschub, um beispielsweise im Job bis zum nächsten Urlaub durchhalten zu können. Haben Sie dafür einen oder sogar mehrere Tipps?

Dr. Tiedemann: Ich empfehle, dreimal wöchentlich 40 Minuten Ausdauersport und zusätzlich immer mal wieder etwas zu tun, was Spaß macht – da tankt die Psyche richtig auf. Kleine Auszeiten und basische Energie-Kuren, damit man besser und schneller regeneriert, sind ebenfalls ratsam.

 

Mit zunehmendem Alter scheint die Stresstoleranz zurückzugehen. Wie kann man trotzdem belastbar bleiben?

Dr. Tiedemann: Die Belastbarkeit lässt nach, daran besteht kein Zweifel. Aber die Erfahrung bringt auch Gelassenheit. Schon ein indischer Philosoph sagte: Narren hasten, Kluge warten, Weise gehen in den Garten.

 

Gibt es bestimmte Mikronährstoffe, die das Nervenkostüm stärken und somit resistenter gegen Stress machen können?

Dr. Tiedemann: Kein Nahrungsergänzungsmittel kann uns die Verantwortung abnehmen, mit unserer Gesundheit pfleglich umzugehen. Dennoch ist es möglich, die Versorgung des Körpers mit Mikronährstoffen aus der Apotheke zu fördern. Doch die erforderlichen Kombinationen sind hochkomplex. Aus diesem Grund sollte man sich von kompetenter Seite beraten lassen oder am besten gleich auf ein kombiniertes Präparat wie beispielsweise die Basica Intensiv-Kur zurückgreifen. Dabei sorgt der Zwei-Phasen-Effekt für den Erhalt der Leistungsfähigkeit. Denn tagsüber wird der Energiestoffwechsel mit Magnesium und B-Vitaminen aktiviert und in der Nacht die Regeneration des Körpers durch Zink, Selen und Vitamin D unterstützt. Eine derartige, tageszeitengerechte Einnahme ist an den Biorhythmus angepasst, was eine optimale Verwertung im Stoffwechsel ermöglicht.

 

Was kann man tun, wenn bereits Schlafstörungen oder Depressionen als Folge von Dauerbelastung auftreten?

Dr. Tiedemann: Man sollte sich eine Auszeit nehmen, ein Gespräch mit dem Arzt und/oder Psychotherapeuten suchen und, falls erforderlich, vorübergehend eine medikamentöse Unterstützung, möglicherweise in Form von bevorzugt pflanzlichen Mitteln, in Anspruch nehmen.

 

(djd/pt).

 

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