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Steueroasen:

Wie Golfprofis Steuern sparen

Steuerparadies Monte Carlo, Monaco

Die besten Golfspieler der Welt gehen nicht nur auf wunderbaren Golfplätzen ihrer Arbeit nach, sie leben auch an schönen Orten. Insbesondere die europäischen Stars verlassen früher oder später so regenreiche Länder wie Deutschland, England oder Irland, um sonnigere Regionen aufzusuchen.

Kein Wunder, denkt man auf den ersten Blick, immerhin lässt sich in Florida, Texas oder Nevada während der Wintermonate besser trainieren als in Stockholm, Düsseldorf oder Augsburg.

Wer würde da an Steueroasen denken?

 

Erst der zweite Blick offenbart, dass der Großteil der Golfprofis in Zielgebiete strebt, die man auch als Steueroasen bezeichnen könnte. So wie einst viele Tennisprofis – man erinnert sich noch an Boris Becker – Monte Carlo aufgrund der geringen Steuerlast als Wohnsitz wählten, verteilen sich auch Golfprofis auffällig konzentriert auf einzelne Regionen. Unsere Golflegende Bernhard Langer beispielsweise weilt schon seit Langem in Florida – einem US-Bundessaat, der keine regionale Steuer erhebt. US-Kollege Dustin Johnson, in South Carolina geboren, tut es ihm gleich und lebt ebenfalls im Sunshine State. Jordan Spieth hat es da leichter: Er ist in Texas geboren und lebt auch noch da – ebenfalls ein Bundesstaat ohne regionale Steuern. Neben Texas und Florida erheben Alaska, Nevada, South Dakota, Washington und Wyoming keine sogenannte State Income Tax, andere US-Bundesstaaten schon.

Bernhard Langer versteuert in Florida

Ein wenig Licht in diese Debatte brachte unlängst Phil Mickelson, als er sich lautstark über seine Steuererklärung aus dem Jahr 2013 beschwerte. Mickelson ist in Kalifornien geboren und blieb mit seinem Wohnsitz diesem Bundesstaat treu. Das kostet ihn viel Geld, denn Kalifornien erhebt 13 Prozent Einkommenssteuer. Bei Mickelson, der jährlich auf rund 50 Millionen Dollar an Einnahmen geschätzt wird, addiert sich hier über die Jahre ein erkleckliches Sümmchen.

Sympathisch: Rory McIlroy steht zu seiner Heimat Holywood bei Belfast – und seine Heimat steht zu ihm

In gewisser Weise kann man sagen, Dauerrivale Tiger Woods war da schlauer. Der ebenfalls in Kalifornien geborene Woods siedelte beizeiten nach Florida über. Tiger verdiente über die Jahre weit mehr als eine Milliarde US-Dollar vor Steuern. Es sind aber nicht nur einzelne US-Bundesstaaten, die sich für Golfprofis gut eignen, um die drückende Steuerlast zu lindern.

Beliebt ist auch die Karibik. Justin Rose und Thomas Aiken haben auf den Bahamas ein Zuhause, Sören Hansen erfreut sich seines Wohnsitzes in Monte Carlo. Für europäische Spitzensportler, das wissen wir spätestens seit Michael Schumacher, ist auch die Schweiz ein Steuerparadies, wo der Kandidat in einzelnen Gemeinden seine Konditionen selbst aushandeln kann. So sind Sergio García und Adam Scott Wahlschweizer.

„Tiger verdiente über die Jahre weit mehr als eine Milliarde US-Dollar vor Steuern.“

Aber es gibt natürlich auch jene Ausnahmen von Top-Golfern, die ihren Wohnsitz noch nicht nach steuerlichen Vorteilen optimiert haben. Rory McIlroy beispielsweise ist in Holywood, einem Vorort von Belfast, geboren und bis heute hier gemeldet. Und Padraig Harrington steht felsenfest zu Dublin. Allerdings taucht Harrington in Zusammenhang mit den Panama Papers auf, was vergangenes Jahr zu gehörigem Erklärungsbedarf führte.

Und Martin Kaymer? Deutschlands Vorzeigegolfer hat neben einer Wohnung in Mettmann bei Düsseldorf einen Wohnsitz in Scottsdale im US-Bundesstaat Arizona.

Dr. Klaus Westermeier

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