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Scottsdale, abseits: Hidden Champions in Arizona

Scottsdale, abseits: Hidden Champions in Arizona

Felsige Wüstenlandschaften mit riesigen Kakteen, tiefe Schluchten und Canyons, aber auch endlose Kiefernwälder in hügeliger Landschaft. Dazu ein Klima, das im Winter beste Golfbedingungen bietet: Arizona ist ein echter Hotspot für die Winter-Golfreise! Die berühmten Plätze wie Troon North und TPC Scottsdale kennt jeder. Dabei gibt es hier noch so viele weniger bekannte Plätze zu entdecken!

Keine Frage – hört man Arizona, denkt man sofort an ganz viel Sonne und die bedeutendsten Naturwunder der USA – allen voran an den Grand Canyon. Zu den weniger bekannten Naturschätzen gehören auch die Wälder, die über ein Viertel der Fläche Arizonas bedecken, unter anderem der weltweit größte Ponderosa-Pine- oder Gelbkiefernbestand. Kommen Golfer hierher, interessieren sie sich meist für Landschaften, die von den charakteristischen Saguaro-Kakteen dominiert werden. Deren Blüten sind ein Wahrzeichen des für sein Wüstenklima bekannten Staats. Hier liegen die  bekanntesten Plätze Arizonas – wobei es auch unter den weniger bekannten Plätzen echte Schmuckstücke gibt, die man nicht verpassen sollte.

Der Desert Canyon Golf Club ist einer diese „Hidden Champions“. Der Platz in Fountain Hills wurde bereits 1970 gebaut und liegt nördlich des Shea Boulevard, der zwischen Scottsdale im Westen und den Mazatzal Mountains im Osten ein Eldorado für Golfer erschließt. Weltbekannt und einer der Paradeplätze Arizonas ist der We-Ko-Pa, der hier ganz in der Nähe liegt.

Der Desert Canyon Golf Club ist definitiv einen Abstecher wert, denn der Name ist Programm: Obwohl ebene Flächen rar und der Platz äußerst hügelig ist, bleibt er immer fair. Aber auch ohne „Ballfresser“ bietet der Platz echte Herausforderungen: Das zweite Loch gilt als eines der schwersten Par-3s des Staates und Loch 16 überwindet vom Abschlag bis zum Loch satte 45 Meter Höhenunterschied. Hier im Maricopa County, dem Sun Valley Arizonas, zeigt sich die Sonne besonders gerne und ausdauernd und das Clubhaus, auf einem der höchsten Punkte in der Umgebung gelegen, bietet einen wunderschönen Ausblick auf die umliegende Berglandschaft.

Im Osten liegen die Mazatzal Mountains mit den berühmten Four Peaks, die zum Tonto National Forest gehören. Weiter südlich schlängelt sich der Apache Trail durch die Superstition Mountains, ein schöner Ausflug, falls man zwischen dem 18. und dem 1. Loch noch etwas Nervenkitzel braucht.

Die ehemalige Postkutschenstraße zwischen Tortilla Flat auf der westlichen Seite der Superstition Mountains und dem Theodore Roosevelt Dam im Osten ist trotz ihrer Kennzeichnung als State Route 88 nicht gepflastert und wenig gesichert. Bereits auf dem ersten Abschnitt, direkt nach dem Aufstieg in die Höhen der Bergkette, warten jedoch grandiose Aussichten. Der bergige Teil beginnt etwas östlich der Apache Junction, wo der Trail nach links führt. Der andere Abzweig zum US Highway 60 führt vorbei am Gold Canyon Golf Resort, das mit seinen 36 Löchern, eingerahmt von den eindrucksvollen Panoramen der sich unweit erhebenden Superstition Mountains, einen Stopp wert ist.

Wenn man ab Apache Junction dem Apache Trail in die Berge folgt, erreicht man am Canyon Lake einen ersten Aussichtspunkt, den Canyon Lake Lookout. Gleich zu Beginn des nächsten Teilstücks wartet mit der Brücke über den First Water Creek eine erste Mutprobe.

Hat man die filigran wirkende Stahlkonstruktion mit einem Gitter als Fahrbahn hinter sich gebracht, warten in Tortilla Flat, der mit sechs Einwohnern wahrscheinlich kleinsten offiziellen Gemeinde Arizonas, ein Restaurant, ein Geschäft und ein Erholungsgebiet. Die Poststation kennzeichnet den letzten erhaltenen Haltepunkt der alten Stagecoach-Route. Folgt man dem Apache Trail hier weiter, ist man für die nächsten Kilometer am Ende der Zivilisation – oder aber man kehrt um und spielt Golf auf einem der weniger bekannten, aber trotzdem ausgezeichneten Plätze in und um Fountain Hills.

Einer dieser Plätze ist der Eagle Mountain Golf Club am Rande des Shea Boulevard. Scott Miller hat diesen malerischen Wüstengolfplatz in die ursprünglichen Schluchten am südwestlichen Rand der McDowell Mountains eingebettet, weshalb sich die 18 Löcher besonders natürlich in die Landschaft einfügen.

Der im Januar 1996 eröffnete Platz bietet ein entspanntes Spiel auf großzügig angelegten Fairways, wie sie für klassische Wüstenplätze eher untypisch sind. Ebenfalls ungewöhnlich sind die sehenswerten Themengärten auf dem Gelände, die verschiedene Aspekte der natürlichen lokalen Flora und Fauna aufgreifen. Anders als beim Desert Canyon gibt es hier auch größere Wasserflächen. Auch der Eagle Mountain Golf Club bietet teils drastische Höhenunterschiede. Der Platz ist gesäumt von Wüstenlandschaften mit Büschen und Saguaro-Kakteen.

Möchte man sich die eindrucksvollen Kakteen auch einmal außerhalb eines Golfplatzes anschauen, bietet sich ein Abstecher zum Saguaro National Park an. Diesen erreicht man, wenn man durch Mesa und Chandler nach Süden fährt und entweder beim Raven Golf Club und kurz hinter dem Ocotillo Golf Resort auf die Interstate 10 wechselt und deren Verlauf dann fast bis Tucson folgt. Das Parkgelände, das nordwestlich an den Tucson Mountain Park anschließt, beherbergt die größten Kakteen des Landes, bietet malerische Ausblicke, sowie Wanderwege und Picknick-Bereiche.

Fährt man auf dem Weg vom Eagle Mountain Golf Club in nordwestlicher Richtung, kommt man zunächst am McDowell Mountain Golf Club vorbei und danach in die Wüste Sonora und zum JW Marriott Desert Ridge Resort. Der Wildfire Golf Club bietet zwei 18-Loch-Championship-Plätze aus den Federn von Nick Faldo und Arnold Palmer.

Der Palmer-Kurs ist der ältere von beiden. Markenzeichen ist das sechste Loch, ein Par 4, mit dem malerischen Camelback-Mountain im Hintergrund. Der Faldo-Kurs setzt sich vom Palmer-Kurs durch sein etwas untypisches Wüstenplatz-Design ab. Er bietet großzügige Fairways sowie großflächige, geschwungene Abschläge und Grüns. Seine 106 Bunker erinnern an Plätze im australischen Sandgürtel. Zusätzlich zu den beiden Championship-Kursen bietet der Wildfire Golf Club ausgezeichnete Trainingsmöglichkeiten

Im Zentrum der Anlage bietet das beeindruckende JW Marriott Desert Ridge Resort zahlreiche Wellness- und Freizeitangebote. Der Wildfire Golf Club ist daher auch für Gruppen ein attraktives Ziel, die sich nur zum Teil aus Golfern zusammensetzen.

Weiter nördlich liegt mit dem Rancho Manana Golf Club einer der landschaftlich schönsten Golfplätze Arizonas. Er ist reich an dramatischen Niveauwechseln, naturbelassenen Wüstenlandschaften, wild lebenden Tieren und schier endlosen Wäldern aus Saguaro-Kakteen. Die rustikale Atmosphäre der historischen Dude Ranch, die zum Golfplatz gehört, rundet das malerische Ambiente ab. Der Rancho Manana Golf Club bietet einen Par-70-Champion-ship Kurs mit 18 Löchern, der sich mit jedem Handicap gut spielen lässt, aber auch für leistungsstärkere Spieler Anspruchsvolles bietet.

Etwas weiter südöstlich findet sich mit dem Legend Trail Golf Club ein Platz in ähnlicher Lage.

Sehenswürdigkeiten in Arizona 

Ganz im Norden des Bundesstaates finden sich neben dem Grand Canyon weitere bedeutende aber weniger bekannte Naturwunder. Am östlichen Rand, an der Grenze zu New Mexico und im Gebiet der Navajo Nation, liegt der Canyon de Chelly, der zu den am längsten durchgängig besiedelten Gebieten Nordamerikas gehört. Dies ist unter anderem durch die erhaltenen Ruinen der Pueblo-Kulturen und anderer früher Ureinwohner dokumentiert.

An der Nordgrenze, die Arizona von Utah trennt, liegt am Verlauf des Colorado Rivers die Horseshoe Bend, eine besonders enge, aber auch langgestreckte Flussbiegung. Von dem Aussichtspunkt geht es 320 Meter in die Tiefe.

Fazit:
Arizona hat, auch abseits der ganz großen Attraktionen, sowohl landschaftlich als auch kulturell und geschichtlich viel zu bieten. Golfer entdecken dies in unterschiedlichen Kombinationen gerade auch auf den weniger bekannten Golfplätzen. Eine besonders große und attraktive Auswahl finden Sie in Fountain Hills und Umgebung.

 

 

Die Plätze:

Desert Canyon Colf Club
Design: John Allen
18 Loch, Par 71, 5.949 m
www.desertcanyongolf.com

Eagle Mountain Golf Club
Design: Scott Miller
18 Loch, Par 71, 6.218 m
www.eaglemtn.com

We-Ko-Pa Golf Club
Cholla Course,
Design: Scott Miller
18 Loch, Par 72, 6.607 m
Saguaro Course
Design: Bill Coore and Ben Crenshaw
18 Loch, Par 71, 6.370 m
www.wekopa.com

McDowell Mountain Golf Club
Design: Randy Heckenkemper
18 Loch, Par 71, 6.467 m
www.mcdowellmountaingc.com

Ocotillo Golf Resort
Design: Ted Robinson, Sr.
3 x 9 Loch, Par 71, 6.201 – 6.415 m
www.ocotillogolf.com

Rancho Manana Golf Club
Design: Bill Johnston
18 Loch, Par 70, 5.501 m
www.ranchomanana.com

Wildfire Golf Club
Faldo Championship Course
Design: Nick Faldo
18 Loch, Par 71, 6.260 m
Palmer Signature Course
Design: Arnold Palmer, Ed Seay
18 Loch, Par 72, 6.533 m
www.wildfiregolf.com

Legend Trail Golf Club
Design: Jones/Forrest/Richardson/Muirhead
18 Loch, Par 72, 6.259 m
www.legendtrailgc.com

 

What else to do:

Essen:
The Mission ist eine stylische Location mitten in Scottsdale. Mischung aus Bar und Restaurant mit lateinamerikanischer Küche in coolem Ambiente. Das Publikum ist schön und reich, die Margherita-Karte riesig.
www.themissionaz.com

Nightlife: 
Coach House, ein kleines Holzhaus mit Bar und schönem Innenhof. Gegründet 1956 und ein Muss, wenn man in Scottsdale ist.
www.coachhousescottsdale.com
Scottsdales letzter Cowboy-Saloon ist der Rusty Spur Saloon von 1921 – viel Livemusik und Party.
www.rustyspursaloon.com

Shopping:
Der Scottsdale Fashion Square im Zentrum bietet über 200 Shops von H&M bis Gucci. Ebenfalls im Zentrum gibt es über 500 kleinere Geschäfte, die Kunsthandwerk sowie alles für Cowboy-Fans anbieten.
www.fashionsquare.com

Kultur:
Das Heard Museum ist das bedeutendste Indianermuseum des Landes, eine überregional bekannte Sammlung moderner Kunst ist das Scottsdale Museum of Contemporary Art.
www.heard.com , www.smoca.org

Sonstiges: 
Wandern! Man sollte unbedingt einen der vielen Pfade durch die Wüste unter die Füße nehmen. Ein besonderes Erlebnis ist es, auf einen der Berge zu klettern und die Gegend aus der Vogelperspektive zu genießen. Und: Arizona ist mittlerweile fest in Bikerhand. Überall gibt es Radwege, die von vielen Rennradfahrern bevölkert werden.

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