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Osterziel Lausitz: Willkommen bei den Sorben!

Osterziel Lausitz: Willkommen bei den Sorben!

Wenn es so etwas wie ein „Osterland“ gibt, dann ist das die Lausitz – die Heimat der Sorben mit ihrer eigenen Sprache und Kultur und ihren faszinierenden Bräuchen.

Osterbräuche

Am berühmtesten sind die sorbischen Ostereier. Auch wenn die verschiedenen Techniken des Eierverzierens von Kunsthandwerkern in ganz Deutschland genutzt werden – hier hat das Dekorieren mit den Wachs-Techniken eine lange Tradition und wurde bis zur Perfektion vervollkommnet. Im Freilandmuseum Lübbenau kann man z. B. den Künstlerinnen dabei über die Schulter schauen und im Kulturzentrum Lübbenau kann man bei der Osterwerkstatt (20. – 24. 3. und 27. 3. 2017) selbst Hand anlegen. Zudem gibt es zahlreiche Ostermärkte.

Sorbische Ostereier in Wachs-Batik-Technik (www.spreewald-info.de)

Sorbische Ostereier in Wachs-Batik-Technik (www.spreewald-info.de)

Sorbische Kinder zeigen stolz ihre Hoyerswerdaer Tracht. (Foto: djd/MG Oberlausitz-Niederschlesien/W. Kotissek)

Sorbische Kinder zeigen stolz ihre Hoyerswerdaer Tracht. (Foto: djd/MG Oberlausitz-Niederschlesien/W. Kotissek)

Auch das wendische Osterreiten am Ostersonntag ist eine typische Tradition. Dabei versammeln sich die Osterreiter und ziehen in aufwendigen Prozessionen durch die Region. Ursprünglich zogen dabei die Männer einer Kirchgemeinde zu einer andern, um die frohe Botschaft zu verkünden, dass Jesus Christus auferstanden ist, während die Männer jener Gemeinde zeitgleich einen „Gegenbesuch“ abstatteten. Dabei wurden die Wege so gewählt, dass möglichst viele weitere Gemeinden erreicht wurden. Heute gibt es noch fünf solcher Routen, bei denen bei der Ausstattung von Pferden und Reiter um so mehr Aufwand betrieben wird.

Erlebenswert ist auch das Ostersingen. Früher trafen sich die Mädchen aus der Spinnstube in der Nacht am Ostersonnabend, um singend bis zum Sonnenaufgang des ersten Feiertages, also dem Ostersonntag, durch das Dorf zu ziehen. Ihre Lieder verkündeten die Auferstehung Christi. Dabei trugen die Frauen ihre Kirchgangstracht. Bis zu viermal machten die singenden Frauen Halt in den Höfen. Hier gab es zur Stärkung duftenden Kaffee und frischen Kuchen. Heute wird das traditionelle Ostersingen nicht mehr praktiziert. Mit dem heutigen Ostersingen an Karfreitag und Ostersonntag in den Kirchen – zum Beispiel in Burg und in Dissen – wird an das „alte“ Ostersingen erinnert.

Rosenthal ist ein Ort im Landkreis Bautzen mit einer bekannten MarienwallfahrtsstŠtte. Die Mehrheit der Einwohner spricht Sorbisch als Muttersprache. (Foto: djd/MG Oberlausitz-Niederschlesien/R. Ledschbor)

Rosenthal ist ein Ort im Landkreis Bautzen mit einer bekannten MarienwallfahrtsstŠtte. Die Mehrheit der Einwohner spricht Sorbisch als Muttersprache. (Foto: djd/MG Oberlausitz-Niederschlesien/R. Ledschbor)

Faszinierende sorbische Kultur und Lebensweise

Das kleine slawische Volk der Sorben/Wenden lebt bereits seit dem sechsten Jahrhundert in der Lausitz, der Region im Osten Sachsens und im Süden Brandenburgs. In ihren angestammten Siedlungsgebieten konnten sich die Sorben ihre kulturelle Eigenständigkeit bis heute bewahren. Schon auf den ersten Blick sichtbar sind die zweisprachigen Straßenschilder – sie stehen für das Miteinander der Sorben und der Deutschen. Sorbische Besonderheiten werden in der charakteristischen Dorfarchitektur, der Zweisprachigkeit in den Kirchen, an den Wegekreuzen und in vielen Museen und Heimatstuben deutlich. Lohnenswert ist ein Besuch der vielen zweisprachigen Einrichtungen der Region, wie etwa dem Sorbischen Nationalensemble oder dem Deutsch-Sorbischen Theater in Bautzen. Mehr Informationen gibt es bei der Marketing-Gesellschaft Oberlausitz-Niederschlesien mbH und unter www.sorben-tourismus.com.

Auf dem Themenweg „Sorbische Impressionen““ können Besucher Authentisches aus dem modernen Alltag der Sorben kennenlernen; dabei erhält man viele persönliche Eindrücke und erlebt Traditionen und Bräuche hautnah. Zum Themenweg gehört ein gleichnamiger Radweg. Alles in allem handelt es sich dabei um eine Rundstrecke von etwa 500 Kilometern. Wer sich auf den Weg macht, erfährt sich im wahren Sinne des Wortes viel Wissenswertes über kulturelle Traditionen, Handwerk und geschichtliche Hintergründe. Man lernt Sehenswürdigkeiten, Heimatstuben, Kirchen und Museen kennen und erlebt nicht nur Landschafts-, sondern auch Gaumengenüsse. Der Themenweg ist verknüpft mit zahlreichen anderen bekannten Radwegen in der Region. Mehr Informationen gibt es unter www.sorben-tourismus.com.

Zu den weiteren Veranstaltungshöhepunkten gehören die Krabat Festspiele vom 21. Juni bis 9. Juli in der Naturkulisse des historischen Mühlenhofs in Schwarzkollm (Informationen: www.krabat-festspiele.de).

Und Golf?

Lausitzer Golfclub

Lausitzer Golfclub

Natürlich kann man einen Oster-Kurzbesuch in der Lausitz auch mit einem Golfausflug verbinden. Im Lausitzer Golfclub in Neuhausen (9-Loch-Platz) sind Gäste herzlich willkommen. Der Lausitzer Golfplatz ist einer der jüngsten im Bereich Berlin/Brandenburg und zugleich der östlichste in Deutschland (Eröffnet 1997. Design: Thomas Himmel). Er verfügt über höchst abwechslungsreiche Bahnen, die Longhitter-Qualitäten und Präzision erfordern.

Der Sporting Club Berlin Scharmützelsee in Bad Saarow wartet gleich mit drei 18-Loch-Kursen auf. Es handelt sich dabei um ein Golf-Resort der Top-Klasse, auch nach internationalem Standard. Nur unweit von Berlin stehen der 18-Loch-„Faldo Course Berlin“, der an einen schottischen Links Course erinnert, und der 18-Loch-Arnold-Palmer-Platz mit vielen amerikanischen Elementen zur Verfügung. Daneben gibt es als Alternative den Stan Eby Platz (18-Loch) sowie den Jake McEwan Platz, eine öffentliche 9-Loch-Anlage. Zusätzlich wird Tennis und Segelsport angeboten.

Berliner Golf & Country Club Motzener See

Berliner Golf & Country Club Motzener See

Vom Spreewald aus auf der A13 Richtung Berlin, erreicht man schnell den Berliner Golf & Country Club Motzener See mit einem 1992 eröffneten 27-Loch-Championship-Course. Die auf einer Fläche von 110 ha harmonisch in leicht hügeligem Gelände angelegte Golfanlage besticht durch ihre Weiträumigkeit und Offenheit, die das Spielen zum und durch den Wald mit zahlreichen Bächen und Seen, sowie vielen strategisch gut platzierten Bunkern zu einem Erlebnis werden lässt. Kontrastreiche optische Eindrücke und wechselnde taktische Erfordernisse bieten ein sportliches abwechslungsreiches Spiel.

Also dann: „Witajce k nam, Serbam! – Willkommen bei den Sorben!“

 

(Quellen: www.spreewald-info.de, djd und www.1golf.eu)

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