Select Page

Vietnamgolf: Heiße Perlen, weißer Sand

Vietnamgolf: Heiße Perlen, weißer Sand

Die Plätze von
Nord nach Süd

Lang Co:
Laguna Lang Co Golf Resort
Design: Nick Faldo
18 Loch, Par 71, 6.294 Yards
www.lagunalangco.com 

Da Nang:
Da Nang Golf Resort
Design: Greg Norman
18 Loch, Par 72, 6.212 Yards
www.dananggolfclub.com

Ba Na Hill Golf Course
Design: Luke Donald
18 Loch, Par 72, 6.618 Yards
www.banahillsgolf.com 

Ho-Chi-Minh-Stadt:
Taekwang Jeongsan Country Club
Design: Ron Fream
18 Loch, Par 72, 6.849 Yards
www.jeongsancc.com.vn

Ho Tram:
The Bluffs Ho Tram Strip
Design: Greg Norman
18 Loch, Par 71, 6.287 Yards
www.thebluffshotram.com

Die Hotels

Mélia Da Nang Resort
Das wunderschön am weißen Sandstrand gelegene moderne Urlaubshotel im Süden von Da Nang bietet eine perfekte Ausgangslage für Ausflüge nach Hoi An, Hue, Da Nang und Ba Na Hills. Die beiden Linksplätze sind nur ein paar Minuten entfernt.
www.melia.com

Angsana Lang Co Resort
Das luxuriöse, familienfreundliche Beachresort bietet ein abwechslungsreiches Freizeitprogramm. Die riesige Poolanlage ist wunderschön, dennoch verfügen ≠die Zimmer über Privatpools und bieten allesamt Meerblick. Das Hotel liegt direkt am Golfplatz.
www.angsana.com

 

Angsana Lang Co Resort

Pullman Saigon Centre
Der 40 Stockwerke hohe Turm ist erst ein paar Jahre alt und im Moment Saigons angesagtestes Hotel. Ultramodern bietet es aus allen Zimmern einen fantastischen Blick auf die Stadt. Highlight ist die Rooftop-Bar im 37. Stock sowie der Pool und das phänomenale Cobalt-Restaurant, das mit einem innovativen Tapas-Konzept und sensationellem Blick über die City aufwartet. Unser Tipp: Das Hotel liegt nur einen Steinwurf vom Backpacker-Viertel entfernt, zu Fuß sind es nur ein paar Minuten. Abends und nachts tobt hier das Leben!
www.pullmanhotels.com

Pullman Saigon Center

The Grand Ho Tram Strip
Das luxuriöse Resort liegt direkt zwischen Golfplatz und dem Meer. Es bietet sieben Restaurants, einen riesigen Außenpool und Vietnams größtes Casino. Allerdings hat man sich hier beim Bau (leider) zu sehr an den Bahamas, Las Vegas oder Macao orientiert.
www.thegrandhotram.com

The Grand Ho Tram Strip

Der Santa-Claus-Golfplatz

Der Santa-Claus-Golfplatz

„Willkommen auf Santas eigenem Golfplatz“, steht auf der Webseite des Arctic Golf Course in Rovaniemi geschrieben. Der 9-Loch-Wintergolfplatz am Polarkreis an den Nordhängen von Ounasvaara bietet ein entspannendes Spielerlebnis in herrlicher Landschaft. Offiziell...

mehr lesen
Golfziel Azoren: Mehr als nur „Wetter“!

Golfziel Azoren: Mehr als nur „Wetter“!

Die meisten Europäer kennen die Azoren nur als Namensgeber für wetterbestimmende Hochdruckgebiete. Dabei gibt es auf den neun Inseln, die als autonome Region zu Portugal gehören, so viel zu entdecken! Das Archipel liegt am mittelatlantischen Rücken und ist...

mehr lesen
Hilton Head Island: Die Insel der Golf-Seligen

Hilton Head Island: Die Insel der Golf-Seligen

Einmal auf den weltberühmten Leuchtturm zuspielen! Der Blick auf Bahn 18 der Harbour Town Golf Links gehört zu den unbestrittenen Ikonen des Golfsports. Er ist nicht das einzige Highlight auf der golfverrückten Insel. Hilton Head Island, die kleine Atlantik-Insel im...

mehr lesen

Vietnamgolf: Vom Zentrum in den Süden Vietnams

Auch wenn Vietnam schon lange kein echter „Geheimtipp“ mehr ist, steht das Land noch immer für ein authentisches Südostasien, abseits des Massentourismus á la Thailand. Das Land in Form einer Reisschüssel mit Stiel hat noch wirklich unberührte Ecken zu bieten. Weite Strände, pulsierende Metropolen und undurchdringlicher Urwald beherrschen die Landschaft. Und auch golferisch bietet Vietnam einige Highlights: Noch 2012 wurde es als „Undiscovered Golf-Destination of the Year“ ausgezeichnet – von unentdeckt kann mittlerweile keine Rede mehr sein.

Der schreckliche Krieg, mit dem die Welt das geschundene Land verbindet, ist nun über 40 Jahre beendet – und auch wenn er das Land nachhaltig geprägt hat, tritt er immer mehr in den Hintergrund. Die Wunden sind so langsam vernarbt und das Land ist weltoffen und, zumindest in den Städten, modern. Zwar herrscht der Sozialismus, mitbekommen tut man davon als Urlauber jedoch nichts. Im Gegenteil: 2015 wurde den meisten Urlaubern die Einreise erleichtert. Seit 2015 können sich deutsche Touristen ohne Visum bis zu 15 Tage in Vietnam aufhalten. GOLFaktuell war Ende November unterwegs in Zentral- und Südvietnam. Zu dieser Jahreszeit ist es im Süden des Landes wunderbar warm und meist trocken, im Norden hingegen herrscht Regenzeit. Für die Region um Hanoi bietet sich die Zeit ab Dezember für einen Golfurlaub an.

Die Altstadt von Hoi An ist UNESCO-Weltkulturerbe

Zunächst ging es von Frankfurt über Ho-Chi-Minh-Stadt nach Da Nang in Zentralvietnam. Die Stadt liegt am schier endlosen, weißen China Beach und ist nach Hanoi und Ho-Chi-Minh-Stadt die drittgrößte des Landes. Im Krieg war hier eine wichtige US-Militärbasis, davon ist jedoch nicht mehr viel zu sehen. Gerade entlang des Strandes entsteht im Moment ein Hotel nach dem anderen, dazu Restaurants und Bars. In fünf Jahren wird sich hier ein veritabler „Strip“ entwickelt haben, noch ist es aber verhältnismäßig ruhig. Da Nang selbst ist ein pulsierendes Zentrum, jedoch ohne die ganz großen Sehenswürdigkeiten (abgesehen von der Drachenbrücke und dem Museum of Cham). Ganz anders verhält es sich da mit Hoi An. Die Stadt eine gute halbe Stunde südlich von Da Nang ist UNESCO-Weltkulturerbe und gehört zum Pflichtprogramm eines Vietnam-Besuchs (s. Kasten).

Bizarr: Seibahnen führen in Ba Na Hills-Resort ...

...oben wartet eine "mittelalterliche" Stadt

Nun aber zum Golf: Da Nang wartet mit drei erstklassigen Golfplätzen auf, zwei davon haben wir getestet. Direkt nebeneinander, südlich der Stadt, liegen die beiden Plätze Montgomerie Links, den wir leider links liegen lassen mussten, sowie der Dunes Course des Da Nang Golf Clubs. Letzterer wurde von Greg Norman entworfen und ist eine echte Perle und ein absoluter Geheimtipp. Der Platz wirkt wie ein waschechter schottischer Linksplatz mit einer Prise Sandbelt-Golf. Die Fairways sind bretthart, die Grüns pfeilschnell und treu wie ein Mormone. Norman hat das Layout bewusst minimalistisch gehalten, was sich als die große Stärke des Platzes erweist. Es gibt so gut wie kein Rough, neben dem kurz gemähten Fairway lassen sich die Bälle im Waste-Land meist gut finden. Die Löcher sind sehr abwechslungsreich und das Signature-Hole kommt fast am Ende: Das 16. Loch, ein kurzes Par 3, bietet einen Ausblick aufs Meer und eine vorgelagerte Insel. Für vietnamesische Verhältnisse ist das Greenfee von 120 Euro ziemlich hoch, das Erlebnis ist aber jeden Cent wert.

Signature-Hole: die 16 im Da Nang Golf Resort

Etwa eine halbe Stunde Autofahrt von Da Nang entfernt erhebt sich ein surrealer Berg im Dschungel. Erreicht man das Ba Na Hills Resort, findet man drei Seilbahnen vor, die Besucher direkt aus einem nachgebauten Tempel im Peking-Style auf den Berg bringen, der Kolonialisten früher als kühler Rückzugsort diente. Heute findet sich auf dem Gipfel auf knapp 1.500 Metern ein riesiger Vergnügungspark in Form einer nachgebauten mittelalterlichen französischen Stadt. Hier gibt es Restaurants, Hotels, ein Spa, einen Indoor-Freizeitpark, ein Wachsfigurenkabinett und sogar eine Sommerrodelbahn Made in Niederbayern. All das ist verrückt, bizarr und – na klar, Geschmackssache, vor allem die Horden Selfie-Stick-wedelnder Chinesen. Aber es gehört nun mal dazu und man sollte sich das Spektakel nicht entgehen lassen. Die Auffahrt kostet 25 Euro. Dafür sind aber die meisten der Attraktionen inklusive – vor allem für Familien mit Kindern ein echter Mehrwert.

Luker Donalds Erstlingswerk: im Ba Na Hills Golf Course kann man auch nachts spielen

Zum Resort passt der Golfplatz an dessen Fuße. Der Ba Na Hills Golf Club ist das Erstlingswerk von Kurzspiel-Ass Luke Donald. Der Engländer hat, seinen Stärken entsprechend, einen anspruchsvollen Platz entworfen, der gerade rund um die Grüns seine Krallen zeigt. Diese sind meist erhöht und rundherum von tiefen Bunkern geschützt, die richtig Schläge kosten. Auf dem knapp 7.000 Meter langen Platz soll einmal die Tour spielen, das ist das erklärte Ziel der von IMG betreuten Anlage. Das hügelige Gelände sorgt für die eine oder andere Schräglage, insgesamt ist der Platz aber gut spielbar. Eine absolute Besonderheit, wenn auch optisch wenig ansprechend, sind die ihn säumenden Flutlichtmasten. In einem Land, in dem es in der Regel um halb sechs stockdunkel ist, verlängert die Anlage das Zeitfenster, in dem gespielt werden kann, immens. Unsere Empfehlung: Spielen Sie am frühen Nachmittag und erleben sie die spektakulären letzten vier, fünf Löcher unter Flutlicht – ein einmaliges Erlebnis, vor allem weil die Masten so geschickt platziert sind, dass sie die Bahnen und ondulierten Grüns perfekt ausleuchten, ohne die Spieler zu blenden.

Pagode in Ho Chi Minh Stadt

Von Da Nang aus lohnt ein Abstecher nach Norden, in die Region Lang Co. Zu erreichen ist die Gegend in gut 45 Minuten über eine neue Schnellstraße. Wer aber Zeit hat, sollte den berühmten Wolkenpass nehmen und sich über die Küstenstraße annähern. Gut eine Stunde länger dauert das – lohnend ist es aber allemal. In der Region gibt es eine tolle Bucht mit einem starken Golfplatz und zwei Hotels. Die Anlage ist eine echte Perle und es lohnt sich sehr, hier zwei oder drei Nächte zu verbringen. Der Platz mit dem Namen Laguna Lang Co wurde vom Engländer Nick Faldo entworfen – doch keine Angst: Der nicht gerade für menschenfreundliche Plätze bekannte Engländer hat hier einen echten Urlaubsplatz entworfen, der mit seinen breiten Fairways und großen Grüns auch den einen oder anderen verzogenen Ball verzeiht. Bevor der Dschungel beginnt, hat Faldo Waste-Areas gebaut, die den Ball aufhalten und nicht sehr viele Schläge kosten. Natürlich bietet der Platz auch Kniffliges: Rund um die Grüns herrscht viel Bewegung, dazu kommen viele strategisch platzierte Bunker und Wasserhindernisse. Der Platz erfordert ein präzises Spiel, eine clevere Schlägerwahl und ein gutes Auge beim Putten. Dazu gibt’s spektakuläre Ausblicke auf die Berge und das Meer – wenngleich nur ein Loch direkt am Wasser entlang verläuft.

"Die Anlage ist eine echte Perle und es lohnt sich sehr, hier zwei oder drei Nächte zu verbringen."

Unbestrittenes Zentrum und größte Stadt des Landes ist Saigon (offiziell Ho-Chi-Minh-Stadt), auch wenn Hanoi die Hauptstadt ist. Ob hier zehn oder 20 Millionen Menschen leben, weiß niemand genau. Aber dass die Stadt interessant, pulsierend, bunt und durch und durch südostasiatisch ist, erschließt sich schnell. Dem Verkehr nach zu urteilen, leben hier eher 50 Millionen Menschen, so viele Mopeds sind gefühlt auf den Straßen unterwegs. Überhaupt ist der Verkehr die große Geißel des Landes: Früher ging man zu Fuß oder fuhr Rad. Heute fährt jeder, und zwar wirklich jeder (sogar vierköpfige Familien mit Baby auf dem Arm), mit dem Moped herum und wer es sich leisten kann, nimmt das Auto. Eine Stunde für einen Kilometer? Egal, Hauptsache motorisiert! Als Europäer schüttelt man eigentlich nur den Kopf ob des Verkehrs – gerade auch in Sachen Umweltschutz. Aber das ist eine andere Geschichte.

"Eine Stunde für einen Kilometer? Egal, Hauptsache motorisiert!"

Im Stadtbereich gibt es immerhin fünf Golfplätze – davon zwei 36-Loch-, zwei 27-Loch- und eine 18-Loch-Anlage. Letztere, genannt Taekwang Jeongsan Country Club, liegt gut 20 Kilometer vom Stadtzentrum entfernt und ist am besten – Achtung! – per Boot zu erreichen. Ein solches kann man mit Hilfe des Clubs samt Kapitän im Stadtzentrum mieten und sich mit seinem Flight den Fluss herunterschippern lassen. Das Boot wartet während der Runde und bringt die Spieler danach wieder zum Ausgangspunkt zurück. Der Preis von gut zehn Euro pro Nase ist niedrig und macht den gesamten Ausflug zu einem echten Erlebnis. Dies ist bemerkenswert, da der Platz selbst okay ist, aber auch nicht mehr. Der Pflegezustand ist wie immer top, das flache Layout aber gewöhnlich und etwas langweilig. Allein die schier unerträgliche Hitze erinnerte uns daran, dass wir in Vietnam sind und nicht in Belek, Florida oder auf den Kanaren – denn flaches Land, Wasser und Palmen gibt es dort auch. Fazit: eigentlich „nur“ ein netter Urlaubsplatz, den das Gesamtpaket mit Bootstour aber zu einem wirklich lohnenden Ziel macht.

Apropos lohnendes Ziel: Als Abschluss unserer Reise ging es nach Ho Tram, etwa zwei Stunden südwestlich von Saigon. Hier am Meer liegt mit dem The Bluffs Ho Tram Strip nicht nur das absolute Vorzeigeresort des Landes – nein – auch der dazu gehörige Golfplatz versteht sich als bester des Landes.

The Bluffs Ho Tra, Bahn 8

Das Resort selbst ist wirklich Geschmackssache. Der riesige Bau mit 35 Stockwerken liegt direkt am schönen, langen Strand und hat einen tollen Poolbereich. Das Gebäude selbst erinnert jedoch eher an Las Vegas und ist auf den Geschmack der zahlreichen chinesischen Gäste zugeschnitten (die übrigens im gesamten Land immer und überall präsent sind). Keine Balkone, die Fenster nicht zu öffnen, schwere, tiefe Teppiche, breite Gänge und Marmor bestimmen das Bild. Dazu gibt es keine Möglichkeit, im Freien zu sitzen, und das riesige Casino trägt auch nicht gerade zur Idylle bei.

Ganz anders präsentiert sich dagegen der dazu gehörige Golfplatz: Nachdem Greg Norman bereits den ersten Platz unserer Reise entworfen hatte, schließt sich hier der Kreis. „The Shark“ durfte sich im hügeligen Dünengelände nach Herzenslust austoben. Wobei: Das Gelände war von vornherein so perfekt für einen spektakulären Golfplatz, dass gar nicht mehr viel an Erdbewegung nötig war, wie man uns versichert hat. Auch diesem Platz hat Norman ein minimalistisches Design angedeihen lassen. Auch The Bluffs ist wieder extrem abwechslungsreich, und gerade wenn man ihn nicht von ganz hinten spielt (wir spielten die blauen Tees), hält er mit seinen 5.750 Metern einige schöne Erfolgserlebnisse bereit, vor allem auf den kurzen Par 3s. Allerdings sollte man den Ball gerade halten: Anders als in Da Nang verliert sich eine verzogene Kugel gerne mal im tiefen Rough und ist dann, wenn überhaupt auffindbar, nicht wirklich leicht zu spielen.

The Bluffs Ho Tram Strip gehört sicher zu den besten Plätzen in Vietnam, wahrscheinlich ist es vom Gesamtpaket wirklich die Nummer 1. Das Hotel dürfte Europäern eher weniger zusagen, einen zwei bis dreitägigen Aufenthalt hat die Gegend aber unbedingt verdient.

Golf und Vietnam – passt das nun zusammen? Einerseits unbedingt. Das Wetter ist herrlich, (manchmal allerdings fast zu heiß) und die Vegetation üppig. Die Plätze bieten internationales Spitzenniveau und die Preise sind noch recht erschwinglich. Andererseits sollte man sich fragen, ob man „nur“ zum Golfen so weit fliegen sollte – aber wer tut das schon?

Vietnam bietet ursprüngliches, unverfälschtes asiatisches Lebensgefühl. Die Menschen sind unheimlich herzlich und das Essen ist eine Klasse für sich. Es gilt vielen als das beste des Kontinents, die Pho-Suppe ist weltweit bekannt. Man kocht viel mit frischen Kräutern, Fleisch, Fisch und experimentiert mit allerlei Zubereitungsarten. Das Essen ist nicht so scharf wie in Thailand und für den europäischen Gaumen sehr schmackhaft. Es besteht meist aus vielen kleinen Gängen, die auf dem Tisch verteilt werden und von denen sich jeder nimmt, was er oder sie möchte, Das ist kommunikativ und abwechslungsreich. Dazu gibt es Wasser, Tee oder eines der hervorragenden einheimischen Biere.

Auch kulturell hat das Land vieles zu bieten, tolle Strände und ursprüngliche Natur sowieso. Kombiniert man also seine Rundreise über zwei, drei Wochen mit fünf bis sechs Runden Golf, kann man den perfekten Golftrip erleben – und das zu einem wirklich vernünftigen Preis.

 

What Else to do

Hoi An

Ein Besuch der Stadt südlich von Da Nang ist ein Muss! Hoi An ist UNESCO-Weltkulturerbe und war einst die größte Hafenstadt in Südostasien. Ihre Lage an der Seidenstraße führte dazu, dass sich hier Händler aus China, Japan und Europa niederließen und sich ein vielfältiges Stadtbild entwickelt hat, das bis heute im Original erhalten ist. Zudem gilt die Altstadt als einzige, die vom Vietnamkrieg verschont wurde. Ein Pauschalticket für etwa fünf Euro berechtigt zum Eintritt in einige Sehenswürdigkeiten wie die Japanische Brücke, das Stadtmuseum oder alte Handelshäuser. Besonders in der Dämmerung ist ein Spaziergang durch die auto- und mopedfreien (!) Gassen mit den seidenen Laternen und den gelben Häuserfassaden sowie am Flussufer oder in den Markthallen ein wunderbares Erlebnis.

Ho-Chi-Minh-Stadt

Das Kriegsmuseum beherbergt eine Sammlung von Panzern, Flugzeugen und anderen Waffen, die von der US-Armee erbeutet wurden. Verstörende Fotos zeigen Kriegshandlungen, den Einsatz von Napalm sowie der Entlaubungsmittel Agent Orange und Agent Blue, die über Vietnam versprüht wurden. Die Folgen waren eine Zunahme von Krebs, Geburtsschäden, Missbildungen und Umweltzerstörung.

Natürlich muss man nicht erwähnen, dass es die Geschichte des Krieges sehr einseitig beleuchtet, die Greueltaten des Vietcong an der südvietnamesischen Zivilbevölkerung bleiben unerwähnt. Gleiches gilt für das Schicksal hunderttausender Soldaten, die auf der Seite des Südens gekämpft haben und nach dem Krieg noch jahrelang in sogenannten Arbeits- und Umerziehungslagern gehalten wurden.

Unbedingt sehenswert ist das zwischen 1886 und 1891 errichtete Hauptpostamt. Abgesehen von einer Renovierung und Modernisierung der Schalter erfolgten seit der Entstehung fast keine Änderungen. Die Stahlkonstruktion des Gebäudes wurde vom französischen Ingenieur Gustave Eiffel entworfen.

Gegenüber der Hauptpost liegt die zwischen 1877 und 1883 aus Backstein errichtete neoromanische Kathedrale Notre-Dame, eines der bedeutendsten Kolonialgebäude der Stadt. Ebenfalls sehenswert ist das moderne Zentrum der Stadt um die Prachtstraße Nguyen Hue, die vom historischen Rathaus zum Fluss Saigon verläuft.

Über die Stadt verteilt gibt es eine Reihe sehenswerter Pagoden. Nicht entgehen lassen sollte man sich die Jade- und die Quang-Pagode.

Der Benh-Than-Markt gilt als Wahrzeichen des alten Saigons. Er ist heute eine große Markthalle für Bekleidung, Lebensmittel, Elektronik und Souvenirs sowie allerlei Frischwaren. Eine weitere Attraktion des Marktes: Hier werden allerlei einheimische Kulinaria angeboten, die in Europa nicht oder zumindest nicht frisch erhältlich sind.

 

Anreise

Vietnamgolf

Vietnam Airlines

Die Anreise nach Vietnam ist denkbar einfach: Die zertifizierte 4-Sterne-Airline Vietnam Airlines fliegt als einzige Fluggesellschaft ab Frankfurt neunmal wöchentlich nonstop nach Vietnam. Das Unternehmen bedient sechsmal in der Woche die Strecke Frankfurt-Hanoi sowie dreimal wöchentlich die Strecke Frankfurt-Ho-Chi-Minh-Stadt. Die Flugzeit beträgt knapp elf Stunden. Wem die gute Economy zu eng und die hervorragende Business Class im nagelneuen Dreamliner zu teuer ist, sollte die Zwischenklasse „Premium Economy Class“ buchen.

 

Eine Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

GOLFaktuell
Newsletter

Direkt von der Redaktion, alle vierzehn Tage, aktuell und amüsant.

Das hat geklapp!

Pin It on Pinterest

Share This