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Golf in Indien: Britisches Understatement & orientalische Üppigkeit

Nirgendwo in Asien hat sich Golf so sehr als Teil der Kultur eingeprägt wie in Indien. Der älteste Golf-Club der Welt außerhalb Großbritanniens zum Beispiel ist der 1829 gegründete Royal Golf Club of Calcutta. 

„Schuld“ an der Golfliebe der Inder sind einerseits die Briten, zu deren Empire das Land einst gehörte, zum anderen aber auch die Maharajas, die indischen Könige, und die indische Oberschicht: Sie betrieben den neuen „edlen“ Sport mit wahrer Begeisterung. Vielleicht kam ihnen entgehen, dass Golf eine relativ gemächliche Sportart ist, vielleicht schätzten sie aber auch, dass sie auf dem Platz zumindest theoretisch den Kolonialherren gleichwertig waren.

Elefantengott

Üppige Kunst und Sinnenfreude

Wie auch immer es war – heute bezaubert Indien auch in Sachen Golf mit einer reizvollen Mischung aus dem britischen Unterstatement der Kolonialzeit und der sinnenfreudigen Üppigkeit des orientalischen Subkontinents. Dazu kommt, dass die vielfältige Landschaft Indiens auch zu einer Vielfalt an Golfplätzen führt. Über 160 sind es insgesamt und man findet sie im Himalaya-Vorgeburge, in der Tiefebene, in der Wüste oder an einem der wunderschönen Strände. Die meisten Golfplätze befinden sich im Norden Indiens, um Delhi, Agra und Jaipur. Aber auch in den Regionen um Kolkata, Mumbai oder Bangalore gibt es mehrere spannende Golfplätze, die es zu entdecken gilt.

Allein in und um die Hauptstadt hat man bereits eine erkleckliche Auswahl. Fangen wir beim Classic Golf Resort an: Dies ist der erste südasiatische Signature Championship Golfplatz, der von Jack Nicklaus entworfen wurde. Das Resort erstreckt sich über eine Fläche von 300 Hektar an den Ausläufern des malerischen Aravallis und am Rande der indischen Hauptstadt Neu Delhi. Der Platz biete drei 9-Loch-Kurse. Der Signature Championship Course sorgt mit reichlich Wasser und über 100 Bunker für zahlreiche Herausforderungen. Ein luxuriöses Hotel, das ITC Grand Hotel Bharat, wurde 2014 eröffnet und bietet zahlreiche Wellness- und Spa-Angebote.

Delhi Golf Club

Delhi Golf Club

Das erste Turnier der Asian Games fand 1982 auf dem Delhi Golf Club statt. Dieser Club wurde um 1930 auf dem Parkgelände der ehemaligen Herrscherfamilie Lodhi errichtet und 1977 durch Peter Thompson neu gestaltet. Der Platz zeichnet sich durch zahlreiche Bäume, enge schnelle Grüns, viele Doglegs und hohe Dornenbüsche aus. Vogelfreunde kommen auch auf ihre Kosten: Neben den zahlreichen Pfauen, die manchmal mit viel Lärm auf Golfer keine Rücksicht nehmen, gibt es eine Vielzahl farbenfroher tropischer Vögel zu entdecken. Und wie in der gesamten Stadt findet man auch auf dem Golfplatz viele Zeugnisse alter Kultur und Geschichte.

Der Golfplatz des DLF Golf & Country Clubs wurde von Arnold Palmer designt und beeindruckt mit anspruchsvollem Layout. 2013 wurde er teilweise umgebaut und bietet jetzt einen echten Challenge Course, der keine Wünsche offen lässt und zu den anspruchsvollsten Golfplätzen Indien zählt. Eine üppige Bepflanzung und zahlreiche Wasserhindernisse prägen diesen Golfcourse. Mehrere spektakuläre Löcher inklusive des neuen Inselgrüns werden Sie nach dem Spiel noch lange in Erinnerung behalten. In Gurgaon, einer neu gebauten Stadt vor den Toren Delhis, ist der Platz vom Flughafen der Hauptsadt gut erreichbar. Das Hotelangebot in der Umgebung ist groß und weitere Golfplätze befinden sich in der Umgebung.

Japee Greens ist ein traditionsreicher Club

Japee Greens ist ein traditionsreicher Club

Jaypee Greens ist ein anspruchsvoller Course, der an der Strecke von Delhi nach Agra (Taj Mahal) liegt. Der weitläufige und üppig grüne Golfplatz ist Indiens erster 18-Loch-Championship-Golfplatz, der vom legendären Greg Norman entworfen wurde. Mit 7.347 yards ist Jaypee Greens einer der längsten Golfplätze Indiens. Zahlreiche Seen und Bachläufe sowie 88 schneeweiße Bunker geben dem Platz seine Besonderheit. Der Golfplatz ist integriert im Jaypee Greens Golf & Spa Resort. Neben einem Hotel gehört zu dem Resort ein preisgekröntes Six Sense Spa.

Golden Greens, ein Parkland Course

Golden Greens, ein Parkland Course

Golden Greens Golf Course ist ein Meisterschaftsplatz in bester Links-Tradition, der von schmalen Fairways und zahlreichen Bunkern gekennzeichnet ist. Er befindet sich in der wildromantischen Landschaft der Aravalli Hügel zwischen Delhi und Gurgaon. Zahlreiche Fairways wurden zwischen die natürlichen Dünen gebaut. Das Gelände ist hügelig und bietet teilweise spektakuläre Ausblicke. Es ist präzises Spiel gefragt, denn selbst die Caddies finden nicht jeden Ball der außerhalb der Fairways im teilweise tiefen Gebüsch landet. Golden Greens ist ein Golfcourse, den man bei einer Golfreise nach Delhi spielen sollte und der einem noch lange in Erinnerung bleibt.

Übrigens beginnt auch das „Kulturprogramm“ einer Indienreise oft schon im Golfclub: Viele Clubs haben eine Geschichte aus alten Zeiten zu erzählen, doch auch in den modernen Anlagen atmet man die besondere indische Atmosphäre. Apropos: Mit Ausnahme der Bergregionen herrscht in Nord- und Zentralindien vornehmlich subtropisches Kontinentalklima, im Süden und in den Küstengebieten dagegen ein stärker maritim geprägtes tropisches Klima. So treten im Norden im Jahresverlauf teils erhebliche Temperaturschwankungen auf. In den nördlichen Tiefebenen herrschen im Dezember und Januar 10 bis 15 °C; in der heißesten Zeit zwischen April und Juni sind Höchsttemperaturen von 40 bis über 50 °C möglich. Im Süden ist es dagegen ganzjährig (relativ konstant) heiß.

Tadj Mahal

Tadj Mahal

Außerhalb der Golfclub bietet Indien eine unglaubliche Vielfalt an Entdeckungen. Hier liegt das Geburtsland vieler Religionen, zahlreiche Völker leben auf dem Subkontinent und immer wieder neue Einflüsse von außen – sowohl durch die schon sehr früh sehr weit reichenden Handelsbeziehung als auch aus der Kolonialzeit – haben eine schier unüberblickbare Mannigfaltigkeit regionaler Besonderheiten dieser an sich schon reichen und vielschichtigen Kultur hervorgebracht. So ist das Taj Mahal zwar sicher das berühmteste Bauwerk Indiens, aber auch die Stupas sind sehenswert, der Sonnentempel von Konark oder moderen Bauten wie der Lotustempel in Neu-Delhi. Dazu kommen allerorten Zeugnisse der indischen Malerei, der Textilkunst, Naturschönheiten und nicht zuletzt interessante Bräuche und Feste – inklusive der sinnenbetörenden Küche mit all ihren Aromen und Gewürzen.

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