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Das Muss für die Augen: Guter Schutz und besseres Sehen

Das Muss für die Augen: Guter Schutz und besseres Sehen

Das Sehen ist einer der wesentlichsten Sinne des Menschen: Schlechte Sicht bringt Unsicherheit und damit auch Gefahren. Zugleich gehören unsere Augen zu den empfindlichsten Organen. Darum sind Outdoor- und Sport-Brillen viel, viel mehr als eine modische Spielerei und sollten bestimmten Anforderungen genügen.

Herzstück jeder Brille sind die Gläser. Fast alle Sportbrillengläser bestehen wegen der Sicherheit heute vorrangig aus hochwertigem, gehärtetem Polycarbonat. Das organische Glas ist im Vergleich zum mineralischen bruchsicherer, schlagfester, leichter und garantiert einen hohen UV-Schutz.

UV-Schutz

Dieser ist das wichtigste Kriterium für eine gute Sportbrille und hat nichts mit der Tönung zu tun. Optimalen UV-Schutz haben Brillengläser, wenn sie das gesamte ultraviolette Licht blockieren. Ein wichtiger Hinweis ist das CE-Zeichen auf der Bügelinnenseite. Es besagt, dass die Sicherheitsanforderungen nach den europäischen Richtlinien erfüllt sind. Auch die Kennzeichnung „UV 400“ ist hilfreich. Sie gibt an, dass alles Licht mit Wellenlängen unterhalb 400 Nanometer absorbiert wird. Augenoptiker können den UV-Schutz prüfen. Wer auf Nummer sicher gehen will, kauft im Fachhandel oder bei namhaften Herstellern.

Tönung

Doch auch die Tönung selbst spielt eine Rolle. Getönte Gläser schlucken einen Teil des störenden Lichts, was zu weniger Blendung, besseren Kontraste und damit entspannterem Sehen führt. Es gibt fünf Schutzstufen, auch Blendschutzkategorien oder Tönungsstufen genannt, die von 0 bis 4 reichen. Je dunkler das Glas, desto weniger Licht dringt durch.

Sportbrille mit Sehstärke: Clip-in-Adapter können leicht an der Innenseite der Sportbrille eingeklickt werden. (Foto: adidas Sport eyewear)

Sportbrille mit Sehstärke: Clip-in-Adapter können leicht an der Innenseite der Sportbrille eingeklickt werden. (Foto: adidas Sport eyewear)

Für jede Outdoor-Sportart ist eine andere Kategorie optimal: Wintersportler brauchen auf dem Gletscher Kategorie 4, Jogger und Radfahrer wählen die Stufen 1 oder 2. Eine Verlaufstönung von dunkel im oberen Bereich bis hell nach unten sorgt oben für blendfreie Sicht. Vorteil für Hobbypiloten und Golfer: Sie können die Cockpit- Instrumente beziehungsweise den Ball beim Putten besser sehen.

Ausgeblendet – die fünf Tönungsstufen

• Kategorie 0: 80 bis 100 % Lichtdurchlässigkeit > abends oder bei trübem Wetter
• Kategorie 1: 43 bis 80 % Lichtdurchlässigkeit > wolkiger und bedeckter Himmel
• Kategorie 2: 18 bis 43 % Lichtdurchlässigkeit > im Sommer.
• Kategorie 3: 8 bis 18 % Lichtdurchlässigkeit > südliche Regionen, auf hellen Wasserflächen, am Strand
• Kategorie 4: 3 bis 8 % Lichtdurchlässigkeit > im Hochgebirge und auf Gletschern.

Selbsttönend

Die Gläser heißen phototrop (griechisch: lichtwendig) oder auch selbsttönend und passen sich automatisch den Lichtverhältnissen an. Strahlt die Sonne intensiver, werden die Gläser dunkler, trübt sich das Wetter ein, hellen sie sich auf. Dank der photoaktiven Moleküle im Glas gelingt eine Verdunkelung von etwa zehn bis zu 90 Prozent bestenfalls schon nach 15 bis 30 Sekunden. Umgekehrt dauert es bis zur mittleren Aufhellung eineinhalb bis zwei Minuten, nach etwa acht bis zehn Minuten herrscht vollständige Klarheit. Von den Spezialgläsern profitieren alle, die bei wechselnden Lichtverhältnissen in moderatem Tempo sporteln – Golfer, Jogger, Radfahrer. Wer wie Motorbootfahrer hinter Fahrzeugscheiben agiert, sollte davon Abstand nehmen. Denn diese Scheiben filtern bereits einen Teil der benötigten UV-Strahlung – die Gläser dunkeln nicht ein.

Farbige Gläser

Glasfarben können Kontraste dämpfen oder sichtbarer machen, die Blendung reduzieren oder verstärken. Möglich sind Verlaufstönungen, die blendfreie Sicht und Kontrastsehen in einem abdecken. Die Sportler können sich schneller orientieren und Entfernungen besser einschätzen.

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Direktverglasungen haben die gleiche Form wie das Originalglas und können unkompliziert in die Fassungen eingesetzt werden. (Foto: adidas Sport eyewear)

Bei alldem: Sehen ist immer auch ein Gefühl. Beim Kauf die Farben am besten draußen vorm Geschäft unter natürlichen Lichtverhältnissen testen.

• Orange und Rot wirken kontraststeigernd, spielen als Aufheller bei diffusem Licht und Nebel ihre Stärken aus. Geeignet für Sport unter wechselnden Lichtverhältnissen.
• Grau sorgt für natürliches Sehen bei Sonnenschein, weil es störende Blendung reduziert. Der Kontrast wird bei Grau nicht gesteigert.
• Braun hat nach Grau die höchstmögliche Farbtreue. Eine Variante für fast alle Sportarten bei Sonnenschein. Der Allrounder bietet universellen Blendschutz.
• Grün bietet gute Farbwahrnehmung mit hohem Blendschutz.
• Farblos bedeutet ohne Tönung. Hier fehlt zwar der Blendschutz, aber UV-Strahlen, Wind, Insekten und Spritzwasser gehen nicht ins Auge.

Polarisierend

Sonnenlicht strahlt normalerweise unpolarisiert in alle Richtungen. Trifft es auf glatte Oberflächen wie Wasser, Schneepisten oder Sand, wird es von diesen reflektiert und polarisiert, das heißt, in eine Richtung gelenkt. Es blendet, das Kontrastsehen ist vermindert. Eine auf die Brillengläser aufgebrachte Polarisationsfolie absorbiert das reflektierte Licht und mindert die Blendung. Dieser Polarisationsfilter, kurz Polfilter, sorgt auch für besseres Farb- und Kontrastsehen. Die Augen bleiben länger fit. Polarisierende Gläser sind für den Outdoorsport bestens geeignet. Wassersportler schätzen das Feature bei tief stehender Sonne und glatter Wasseroberfläche. Radler kommen auf flirrender Straße nicht von der Fahrbahn ab. Auch Wintersportler greifen gern zu den Polfiltern, allerdings sind sie auf schnellen Pisten weniger geeignet: Die Kontraste der Umgebung werden zwar stärker, doch Details wie vereiste Spuren können übersehen werden.

Entspiegelung

Für Entspiegelung gegen störende Lichtreflexe außen und innen auf dem Glas werden hauchdünne Schichten aus Metalloxiden auf das Glas gedampft. Sie schalten die reflektierten Lichtwellen aus. Je mehr Schichten, desto mehr Reflexionen werden ausgelöscht, die Spiegelung nimmt ab.

Verspiegelt

Viele finden Brillen mit Verspiegelung vor allem cool. Sie schimmern in Silber oder Gold, und niemand kann sehen, wohin der Träger schaut – beim Beachvolleyball durchaus von Punktvorteil. Die Beschichtung auf der Glasaußenseite erfolgt meist mit einer Tönung und lässt die Gläser heller erscheinen. Wichtig: Die Innenseite sollte entspiegelt sein, sonst kommt es zu unangenehmen Reflexionen für den Brillenträger selbst.

Weitere Beschichtungen

Wer als Brillenträger aus der Kälte ins Warme kommt, steht oft im Trüben. Gegen das Anlaufen der Gläser hilft eine Antibeschlag-Beschichtung, auch Antifog (englisch: gegen Nebel) genannt. Aktiviert wird die Beschichtung durch ein Spezialspray oder spezielle Putztücher.

Schon die Reinigung mit einem Papiertaschentuch kann die Gläser dauerhaft beschädigen und sichtmindernde Spuren hinterlassen. Ein wirksames Mittel gegen Kratzer sind spezielle Versiegelungen, die die Fachleute auch Antiscratch oder Hartschicht nennen. So leben die Gläser länger.

Damit Wasser, Staub, Schmutz und Schweiß sich nicht auf den Gläsern festsetzen, kommen Beschichtungen zum Einsatz, die hydrophob (griechisch: wassermeidend) wirken. Die Glasoberfläche wird besonders glatt. Wasser perlt ab und nimmt – gleich dem Lotuseffekt – Schmutzpartikel einfach mit.

Um etwa Fingerabdrücke und stark haftenden Schmutz auf den Gläsern zu reduzieren, werden die Oberflächen mit oleophob (lateinisch/griechisch: ölabweisend) wirkenden Beschichtungen versehen. Mountainbike-Fahrer schätzen die Versiegelung, die Hersteller bieten sie auch für Skibrillen an.

Brillen-Fassungen

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Ein noppenartiges Grip-System an den Bügeln von Sportbrillen sorgt für zusätzlichen Halt. (Foto: adidas Sport eyewear)

Die Fassungen für den Outdoorsport sind mehr als nur Gestelle. Das müssen die Multitalente bieten:

• leichtes, bruch- und schlagfestes Material – Kunststoff wie Polyamid oder Nylon
• optimale Passform – Augen umschließende sogenannte Wrap-around-Fassungen, verstellbare Bügel und Nasenpads
• fester Sitz – verstell- oder dehnbare Haltebänder, Antirutschauflagen am Bügelende und Nasensteg
• Schweißschutz – Schweißband an der Stirninnenseite
• Belüftung – Schlitze oder in den Rahmen integrierte Belüftungssysteme
• Platz für Gläser in eigener Sehstärke – Klicksysteme, großer Rahmen für die Brille darunter
• Sicherheit – Sicherheitsleine, sogenannte Safety Leash

 

Weitere Infos zu Brillengläsern www.sehen.de/brillen/brillenglaeser

 

 

 

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