Select Page

Mecklenburg-Vorpommern: Viel Wasser – auch beim Golf

Mecklenburg-Vorpommern: Viel Wasser – auch beim Golf

Die Golfplatzdichte in Mecklenburg-Vorpommern ist hoch: Fast zwanzig Clubs und Resorts findet man hier. Da lohnt ein Trip in den Nordosten Deutschlands, der auch kulturell in diesem Jahr Einiges zu bieten hat.

Die Ostseeregion war schon immer Urlaubsgebiet. Neben den Badeferien am Strand hat auch Camping hier eine lange Tradition. Die weite, flache Landschaft mit ihren vielen Seen lädt zum Rad- und Bootfahren ein und bezaubert mit einer spannenden Mischung aus herber Romantik und Weite. Und das Land scheint wie für Golfplätze geschaffen – kein Wunder, dass in Mecklenburg-Vorpommern seit Mitte der 1990er Jahre nach und nach Anlagen verschiedenster Couleur entstanden.

WINSTONlinks

Einige der Plätze haben es inzwischen zu internationalem Ansehen geschafft. Beispielhaft dafür ist WINSTONgolf, nur wenige Autominuten von der Landeshauptstadt Schwerin entfernt. Die Anlage bietet auf naturbelassenem, hügeligem Endmoränengebiet zwei verschiedene Plätze: WINSTONopen ist ein anspruchsvoller Parkland-Course, der Inland-Links-Kurs WINSTONlinks wurde schottischen Landschaften am Meer nachempfunden – bis zu zwölf Meter hohe Dünen ragen in den Himmel. Im Juli erst spielte hier Bernhard Langer die WINSTON Senior Open, die bereits zum fünften Mal hier stattfanden.

WINSTONopen

Natürlich liegen in Mecklenburg-Vorpommern einige Plätze direkt oder fast direkt an der Ostseeküste aber auch die weiter im Landesinneren liegenden Golfplätze überzeugen fast durchweg.

Der westlichste Platz des Bundeslandes ist das Golfresort Wittenbeck, zwischen den berühmten Seebädern Heilgendamm und Kühlungsborn, mit seinem 18-Loch-Meisterschaftsplatz Eikhof und einer 9-Loch-Übungsanlage. Die Anlage bietet viel – nicht nur für Golf-, auch für Naturfans: viele Seen, Flussläufe und eine wunderbare Aussicht auf die Mecklenburger Bucht. Highlight ist das Loch 8, ein kurzes Par 3 mit Inselgrün. Auch schön: Loch 12, ein Par 5, teilt sich am Ende um einen Teich.

Strelasund

Den Golfpark Strelasund findet man nur wenige Kilometer von Stralsund in die hügelige, weite Landschaft Vorpommerns eingebettet. Wald, interessant geformte Bunker und Teiche, großzügig angelegte Waste-Areas und herrliche Inselgrüns bieten alles für ein tolles Spiel. Das Resort wartet mit dem von David Krause entworfenen Mecklenburg-Vorpommern-Platz und dem von der Eigentümerfamilie Remer entworfenen Strelasund-Inselcourse auf. Zum Golfpark gehört ein familiengeführtes Hotel mit großzügiger Spa-Landschaft. Wer ein schönes, entspanntes Golf-Wochenende zu einem sehr gutem Preis-Leistungs-Verhältnis sucht, wird hier fündig.

Golfplatz Schloss Teschow

Ebenfalls im Osten des Bundeslandes liegen die beiden großen Ostsee-Inseln Rügen und Usedom. Rügen, Deutschlands größte Insel, wartet mit drei Plätzen auf. Ganz im Norden liegen die beiden 9-Loch-Anlagen des Golfclub Sassnitz und des Golfclubs Schloss Ranzow. Letztere wurde erst im vergangenen Jahr eröffnet und bietet Linksgolf mit einem tollen Blick auf die Ostsee und das Kap Arkona, inmitten des Jasmunder Nationalparks. Wer hier stilvoll nächtigen möchte, wird im Schloss Ranzow fündig. Der Golfclub Karnitz liegt genau in der Mitte der Insel. Er bietet einen 18-Loch-Meisterschafts- und einen öffentlichen 9-Loch-Übungsplatz.

Auf der Insel Usedom gibt es zwei Plätze. Der Baltic Hills Insel Usedom, zu dem das Best Western Plus Baltic Hills Hotel gehört, hat tatsächlich 19 Löcher: Den etwas längeren Weg vom Clubhaus längs der Driving-Range zum Abschlag 1 überbrückt die eigens angelegte Spielbahn „0“, das „Mulligan Hole“ (Par 3, 115 m). Achtung: Der Name des Platzes ist Programm. Es ist wirklich recht hügelig, ein Cart wird ausdrücklich empfohlen.

Mit zwei 18-Loch-Plätzen auf 120 Hektar Fläche lockt der Golfclub Balmer See – Insel Usedom. Beide Par-71-Anlagen sind recht anspruchsvoll; für Anfänger ist eher der gelbe Kurs geeignet, da der blaue nicht nur länger ist, sondern auch noch mehr Wasserhindernisse hat. Ein schönes Wellness-Hotel mit Spa liegt direkt am Balmer See und bietet neben Zimmern und Suiten auch Ferienwohnungen.

Wenn man schonmal so weit im Osten ist, lohnt ein Abstecher zum Golf & Country Club Schloss Krugsdorf. Der flache Lake-Course integriert vier natürliche Teiche und einige Wasserläufe gekonnt in das Spiel. Vor allem auf den ersten neun Löchern sind daher präzises Spiel und gerader Schlag gefragt. Die Anlage liegt direkt beim historischen Schloss Krugsdorf.

Mecklenburg-Vorpommern hat viel Platz und Raum – und Raum zeichnet viele der größeren Plätze aus. In der Golfanlage Warnemünde stehen beispielsweise dreimal 9 Loch zur Verfügung, die man je nach gewünschter Herausforderung zu verschiedenen 18-Loch-Runden kombinieren kann. Die Anlage liegt nahe des Warnemünder Zentrums inmitten einer einmaligen, ursprünglichen Küstenlandschaft. Die Architektur des Kanadiers David J. Krause berücksichtigt respektvoll die vorhandene natürliche Topographie sowie die vorherrschenden Pflanzen- und Bewuchsstrukturen.

Warnemünde selbst ist ein gemütliches Seebad an der Ostsee, früher Sitz der dänischen Könige und Erfindungsort des Strandkorbes. Hier gibt es den breitesten Sandstrand der deutschen Ostseeküste, knorrige alte Fischkutter, urige Schifferkneipen, windgekämmte Landschaften, frische salzige Seeluft und unvergessliche Sonnenuntergänge.

Flesensee

Wirklich groß ist die Auswahl im Golfclub Fleesensee. Satte 72 Löcher kann man hier spielen: den Schloss-Platz, den Schloss Torgelow Course, den axel lange Generali Platz, den Synchron Golf Course und den Land Fleesensee Platz! Sprich: Im Hotel- und Sportresort Fleesensee inmitten der Mecklenburgischen Seenplatte kann man gut und gerne etwas länger bleiben.

Etwa eine Stunde nördlich von Fleesensee findet sich ein echter Geheimtipp: Der Golfplatz Schloss Teschow mit 18 Löchern liegt am Teterower See, mitten im Landschaftsschutzgebiet der Mecklenburgischen Schweiz. Begleitet vom Teterower See, wechseln sich schilfbewachsene Gräben mit Teichen, altem Baumbestand, sanften Hügeln und interessant platzierten Grüns ab.

Wer zunächst üben möchte, findet dazu auf dem öffentlichen 9-Loch-Platz Gelegenheit (bespielbar ohne Platzreife). Das Allerbeste aber ist der Preis: Unter der Woche spielt man den 18-Loch-Platz schon für 25 Euro, am Wochenende werden 35 Euro fällig. Den 9-Loch-Platz umrundet man für extrem günstige 15 bzw. 25 Euro.

Die Mecklenburgische Seenplatte hat natürlich noch viel mehr als Golf zu bieten. Auf beziehungsweise in den großen Seen – wie dem Fleesensee, Plauer See, Kölpinsee und natürlich der Müritz – kann man baden, kiten, surfen oder segeln, es gibt Tauchangebote, Schiffsrundfahrten und etliches mehr. Und rundherum lädt die Landschaft – die durchaus nicht so „platt“ ist, wie mancher denkt – zum Spazierengehen, Biken oder Reiten ein. Dazu kommen weitere interessante Naturerlebnisse wie in den Nationalparks sowie spannende Museen wie das Heinrich-Schliemann-Museum.

Und dann gibt es da noch die Mecklenburger Schweiz. Zugegeben: Das Hügelland wartet nicht mit hohen Bergen auf, aber die Landschaft hier wirkt weicher, gefälliger als in den Ebenen von Meck-Pom, was dieser Region einen ganz eigenen Charme verleiht.

Van der Valk Golfclub Serrahn

Hier lädt der Van der Valk Golfclub Serrahn zu einer entspannten Golfrunde ein. Der Parkland-Course ist sportlich nicht ganz ohne – was höhere Handicapper allerdings nicht abschrecken sollte – und wird von leicht hügeligem Gelände und Wasserhindernissen geprägt.

Alles in allem kann man Mecklenburg-Vorpommern bescheinigen, eine ausgesprochen Golfer-freundliche Region zu sein. Auf www.golfurlaub-mecklenburg.de ist eine große Anzahl passender Hotels und Unterkünfte aufgeführt, es gibt jede Menge Clubs und Resorts und für Abwechslung ist ebenfalls gesorgt.

 

Eine Antwort hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

GOLFaktuell
Newsletter

Direkt von der Redaktion, alle vierzehn Tage, aktuell und amüsant.

Das hat geklapp!

Pin It on Pinterest

Share This