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PGA Show 2017: Mehr Aerodynamik – und (wieder mal) neue Schläger

PGA Show 2017: Mehr Aerodynamik – und (wieder mal) neue Schläger

EVNROLLS: Die Grooves sind in der Mitte dicker!

Auch die Golfbuggies nehmen wunderliche Formen an…

Bubba Watson war beliebter Interview-Partner

Golfcart – nochmal anders…

Wieder einmal hat sich die Golfbranche auf der größten Golfmesse der Welt in Orlando/Florida auf ein neues Jahr eingenordet. Auffällig war natürlich das Ausscheiden von Nike, die nur noch mit Schuhen und Bekleidung antraten. Nach wie vor auffällig waren auch die Auftritte von Branchengrößen wie Callaway, TaylorMade oder PING.

Am Demo-Day spürte man tatsächlich das Fehlen der einstigen Topmarke. Der Orange County National Golf Club war dennoch einmal mehr Anlaufpunkt für Zigtausende Professionals und Facheinkäufer aus aller Welt. Auf der Messe selbst in Orlandos Messezentrum tummelten sich in drei Tagen dann mehr als 40.000 Fachbesucher. Eröffnet wurde die Mega-Veranstaltung von den Golf-Legenden Annika Sörenstam und Colin Montgomerie.

TavlorMade: Neue Stars unter Vertrag

Nach Nikes Ausstieg schickt sich adidas TaylorMade an, ein Sammelbecken für viele „Schlägerlose“ zu werden. Allein um den Jahreswechsel kamen gut ein halbes Dutzend Playing-Pros zur Schlägermarke der drei Streifen. Smylie Kaufman, Paul Casey, Seung-Yul Noh, Nick Watney, Kyle Stanley und Jon Curran spielen jetzt die Hölzer aus dem Hause TaylorMade. Allerdings tragen die meisten immer noch Kleidung mit dem „Swoosh“.

Auf der Messe dann der große Knall: Auch Tigers Woods spielt TaylorMade. Allerdings hat er seitdem noch kein Turnier zu Ende gespielt. Auch zog er Meldungen für weitere Turniere des Frühjahrs verletzungsbedingt zurück. Der japanische Golfball-Hersteller Bridgestone hat den selben dicken Fisch an der Angel. In die neue Golfsaison startet der inzwischen 40-jährige einstige Weltbeste mit dem Bridgestone Tour B330-S-Ball. Nach Tigers Aussagen passt dieser Ball exakt zu seinem Spiel und er kann ein paar Extrameter machen. Denselben Ball spielen übrigens auch die Woods-Kollegen Matt Kuchar, Fred Couples und Jungstar Bryson deChambeau.

Titleist Pro V1 in neuem Gewand

Branchenprimus Titleist hat seine Bälle runderneuert. Sie heißen natürlich wie gehabt Pro V1 und Pro V1x und sollen durch ein neues Dimple-Design aerodynamisch noch besser sein. Jordan Spieth, der mit dem Pro V1x spielt, lobt die bessere Stabilität bei Seitenwind. Der neue Kern nimmt weniger Spin an und bringt mehr Länge.

Puma King 7: Hohle Schlagfläche

Cobra Golf bringt 2017 neben der normalen KING F7-Eisenserie zusätzlich einen Satz mit dem etwas sperrigen Namen „KING F7 one length“ auf den Markt. Klar, was dahinter steckt: Inspiriert wurden die Ingenieure von Bryson deChambeau, der als erster Profispieler mit gleichlangen Eisen auf die Runde ging.

Callaway: „Epische“ Driver

Wenn das keine Empfehlung für einen neuen Driver ist: Adam Hadwin, einer der Callaway-Tourspieler, spielte auf Anhieb mit dem neuen Epic Driver eine 59er Runde. Das neue am Epic ist die Jailbreak-Technik: Zwei drei Gramm schwere Stäbe, die, senkrecht hinter der Schlagfläche im Inneren des Kopfs montiert, Sohle und Krone miteinander verbinden. Damit soll die Kraftübertragung besser funktionieren. Knapp vier Stundenkilometer mehr bekommt der Ball damit an Beschleunigung.

Senkrechte Grooves für Longhitter

„VG“ steht in großen Lettern auf dem neuen Driver des wohl spektakulärsten Longhitters unserer Zeit. John Daly ist zwar etwas in die Jahre gekommen, drischt die Kugel aber immer noch gut 300 Meter weit. Jüngst zu bestaunen bei einem Pressetermin seines neuen Driverbauers Vertical Groove – daher das VG. Der Clou: Senkrechte Rillen, statt waagrechte. Bei dem Test durch mehrere Journalisten verflogen sich die Bälle tatsächlich weniger zur Seite. Und auch die Länge stimmte: John Daly drosch einen Ball nach dem anderen hinter die Drivingrangezäune.

EVN: Auf die Rille kommt es an

Um alles haben sich Tüftler beim Putter schon Gedanken gemacht: um Kopfgewicht, Kopfform, Material der Trefferfläche, Gewicht an den Seiten des Putterkopfs und Montagepunkt des Schaftes. Schon vor 20 Jahren hat Ingenieur Guerin Rife in Carlsbad/Kalifornien die Rillen, die Grooves, beim Putter eingeführt. Jetzt hat er sich die Grooves noch einmal vorgenommen. Beim neuen Evnroll-Putter sind sie nicht parallel, sondern schwellen mittig im Vergleich zum Rand etwas an. Dadurch sollen auch nicht mittig getroffene Putts im 90-Grad-Winkel den Putterkopf verlassen und geradeaus rollen.

IZOD für die „Hinterbänkler“?

Kennen Sie PVH? Nein? Dabei ist diese Firma die Mutter bekannter Modelabels wie Calvin Klein, Tommy Hilfiger und IZOD. IZOD ist eine Modemarke, die neu auf der Kleidung von Scott Percy oder Davis Lingmerth erscheint. Die Polos, Hosen, Gürtel und Socken sowie Strickwaren dieses Labels sind überaus preiswert und dennoch gut und pfiffig. Jedoch bisher leider nur in den USA erhältlich. Also beim nächsten Golftrip im Proshop nachschauen!

Callaway: Neue Schuhe

Branchenprimus Callaway hat auch bei Schuhen tief in die Kiste gegriffen. Zum Schläger-Damensatz „Solaire“ kommt jetzt ein gleichnamiger Leichtgewichtsschuh in Grau und Pink. Eine Allterrain-Sohle macht ihn fit für den ganzen Tag. Der Preis: unter 70 Dollar! Für Herren kommt ein ebenfalls leichtgewichtiger Coronado in Schwarz/Weiß oder Schwarz/Silber. Zwei Jahre Garantie auf Wasserdichtigkeit! Preis: 130 Dollar.

Masters-Sieger Willett trägt Descente

Der japanische Hersteller Descente, eigentlich auf Skiausrüstung spezialisiert, steigt jetzt auch in den Golfmarkt ein. Der Ausrüster des Schweizer Ski-Nationalteams und zahlreicher anderer Mannschaften im Triathlon-, Rodel-, Skeleton- und Bobsport kleidet ab sofort auch Danny Willett ein.

Golfcarts auf den Straßen

Nur träumen können die meisten deutschen Golfer von Golfcarts mit Straßenzulassung (obwohl es hierzulande vereinzelt welche gibt). Die laxere Zulassungsordnung in den USA macht es möglich, mit dem Golfwägelchen in warmen Monaten offen von zu Hause zum Club und dann gleich weiter auf die Fairways zu fahren. „Einige unserer Mitglieder fahren tatsächlich von den Villensiedlungen direkt im Golfcart auf den Platz“, erzählt der Headpro eines Golfclubs in Westflorida. Beim Einkaufen in Florida werden die Golfcarts ebenfalls immer häufiger gesichtet. Solche Wägelchen gibt es in den phantasievollsten Designs. Von der Feuerwehr bis zum Mini-Rolls Royce oder zum rasenden Golfball. Neuester Schrei ist eine Zusatztasche unterhalb der Windschutzscheibe, die als Thermobag für Getränke und Snacks gedacht ist. Wer es umweltfreundlicher liebt, kann auch ein neues Golfrad benutzen. Extrabreite Reifen und ein Spezial-Gepäckträger für die Schläger machen es möglich.

 

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